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200 JAHRE CARL HIRNBEIN Carl Hirnbein, zuletzt wegen seines großen Besitzes an Alpflächen „Alpkönig“ genannt, wurde am 27.1.1807 in Wilhams geboren und vollendete 1871 sein Leben in Weitnau. Er lebte in einer Zeit, von der Peter Dörfler in seinem Buch „Notwender“ sagt: „Schier in jedem Haus schaute die Not zu allen Kreuzstöcken heraus!“ Diese Not war bedingt durch das Aufkommen der Baumwolle und die Erfindung des mechanischen Webstuhls, wodurch im Allgäu die Leinenweberei, als Grundlage für einen mäßigen Wohlstand zum Erliegen kam. Carl Hirnbein erkannte, dass das Allgäu wegen der geringen Fruchtbarkeit des Bodens und des schwierigen Geländes, sich weniger für den bisher üblichen Ackerbau und die Leinenwirtschaft eignete, für die Milchwirtschaft dagegen sehr gute Voraussetzungen bot. Nach dem Grundsatz: „Das Allgäu soll ein Milch- und Käseland werden“ beeinflusste er maßgebend die wirtschaftliche Umwandlung. Aus der bunten Ackerlandschaft mit blau blühenden eingestreuten Flachsfeldern wurde eine grüne Wiesenlandschaft als Futtergrundlage für die Milchwirtschaft. So erhielten die Allgäuer Bauern wieder eine auskömmliche Lebensgrundlage. Aus diesem Grund wird Carl Hirnbein zu Recht der „Notwender“ genannt. Neben seinem Engagement für die Milch- und Käseproduktion förderte er den Alpentourismus, erschloss die Alpen und Bergwälder durch Wegebau und war zum Wohle der Bürger politisch tätig.
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Den 200. Geburtstag Carl Hirnbeins feierten die Gemeinden Weitnau und Missen-Wilhams mit zahlreichen Veranstaltungen rund um Carl Hirnbein in einem großen Jahres-Jubiläumsprogramm.
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